Willi André' s k l e i n e
                                                Welt 



...immer ein
L ä c h e l n, besonders wenn es schwer fällt...

 

Sunnbühl - Schwarenbach - Sunnbühl

 

Im Tal spielt das Wetter nicht so mit. Die Überlegung nach Fafler fällt erst mal weg. Auch Hockenstrasse ist so nicht interessant. Somit besuche ich mal 'die andere Seite', beim Anblick der Witterung dort, sind Fragezeichen im Vordergrund. Bedeckt mit Wolken, am Rand tief hängender Nebel und kein blaues Feld zu sehen. Erst mal etwas trinken und nach einer Möglichkeit suchen. Verschiedene Vorschläge bieten unterschiedliche Möglichkeiten. Jedoch keiner kann mich ermuntern, Ratlosigkeit...!? Kurze Zeit später entdeckt ich freundlichere Wetterverhältnisse. Auch wenn es aussichtslos sein sollte, betrete ich erst mal das kurze Waldstück. Kurz später erreiche ich die Talstation. Ein Blick nach oben ist mittlerweile vielversprechend. Somit lohnt sich die Fahrt nach oben mit einigen Leuten und zwei grossen Hunden. Die Wolkendecke und der unsympathische Nebel haben sich mittlerweile verzogen. Stattdessen finde ich Sonne und eine grosse blaue Fläche. Auch meiner Laune hat sich stark verbessert. Erst mal die Situation geniessen, die im Schnee spielenden Hunde beobachten und einige Worte wechseln.

Bevor sich alles verteilt und man auf sich selbst gestellt ist. Die Wege führen in alle Himmelsrichtungen. Mit Schneeschuhen, Langlaufskis und zu Fuss machen sich die Leute auf ihren Weg. Auch für mich wird es etwas mehr als eine Stunde dauern bis ich meinen Zielort erreicht habe. Erstmal in Begleitung von drei Personen, welche sich dann nach wenigen Metern von mir trennen. Somit befinde ich mich allein mitten im Gebirge, in eine grossen weissen Fläche. Ein gespurter, breiter Weg gibt mir die Richtung vor. Vorbei an einzelnen Hütten, zwei Skilifte und immer wieder Sitzbänken, die verschneit sind. Die Skilifte sind unbesetzt und nicht mehr in Betrieb.  Eine grosse Platte zwischen den Bergen, keine technischen Geräusche, nur der Wind der manchmal 'vorbeischaut'. Weit, weit drüben, ein Langläufer der einsam seine Runden dreht. Hinter mir, vor mir einfach nur der Lehre Streifen. Ein Felsen mit einer Beschriftung gibt mir die weitere Richtung vor. Gleichzeitig verlasse ich das gemütliche laufen, ein langer Anstieg liegt vor mir, im Schattigen Gelände. Durch den Wind ist meine Spur sehr verweht und nicht mehr so gut sichtbar. Zeitweise zwei Schritte vor, einer zurück. Der Wind macht zusätzlich Mühe, da dieser aus der Gegenrichtung kommt. Vielfach bringt er feinen Schneestaub mit, der mich zwingt die Augen etwas zu schliessen. Schritt für Schritt kämpf ich mich vor. Eine kräftige Böe, bringt mich dazu das ich mich kurz umdrehe. Der Blick zurück zeigt mir nur eine kurze Strecke die ich bisher zurückgelegt habe. Wieder ein paar Meter, dann werde ich wieder vom Wind überrascht. Die kalte Luft macht mir zusätzlich zu schaffen. Bringt mich oft dazu mal kurz stehen zu bleiben. Die Kappe muss ich immer wieder mal neu richten. Wieder eine Windböe stoppt mich kurz. Mit dem Rücken zum Wind Versuch ich wieder zu Atem zu kommen.  Dann gibts die nächsten Schritte, kurz mal schauen wie hoch bin ich. Etwas unter der Hälfte, fünfzehn Meter weiter oben erwartet mich wieder die Sonne. Mit immer so kleinen 'Belohnungen' halt ich mich bei Laune. Erneut macht mir eine Böe zu schaffen, wieder muss ich mich fangen. Wieder in der Sonne und im oberen Drittel, Lob ich mich selbst und spreche mir Mut zu. In einer angenehmeren Temperatur und weniger Wind  setze ich den üblichen Anstieg fort. Besser komm ich voran und die Steigung wird etwas weniger steil. Bald habe ich die Höhe erreicht. Jetzt noch um zwei Hügel umgehen, der Wind ist nicht mehr spürbar. Von weitem erkenn ich mein Ziel. Locker setz ich die letzen Meter fort. Nach kurzer Zeit gibts zur Belohnung etwas warmes zu essen und einen gemütlichen Platz.

 

...eine Wanderung die sich Sommer wie Winter lohnt....

...auf der Walliser Seite ist es möglich über Daubensee,,
Gemmipass nach Leukerbad weiter zu Wandern..