Willi André' s
       k l e i n e
                Welt 


...immer ein

                     L ä c h e l n,

     besonders

                 wenn es schwer fällt...

Vieles ist schief gelaufen.


Fehler sind gemacht worden,


Fehler die heute weh machen, jedoch nicht unmöglich ist


die Angelegenheit  auszugleichen.


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Nach einer liebevollen Zeit, einer Zeit die ich mit viel Verständnis, Liebe und doch immer wieder

schweren Erinnerungen erleben konnte. Mit Brettspielen, Puzzles, Legos, aber auch vielen Erfahrungen in der Natur konnte ich meine Jugend verbringen. Ausflüge in die Bergwelt, Wanderungen in der Umgebung liessen mich immer Neugierig auf Neues werden. Ob ein Spaziergang ‚Schattihalb‘ der Lonza entlang ins nächste Dorf oder ein hoher Aufstieg zur Bietschhornhütte machen beides Spass. Immer wieder haben meine Eltern sich Zeit für mich genommen, Zeit die sie eigentlich gebraucht hätten um sich zu erholen. Einfach mal eine Pause, da beide hundertzwanzig Prozent berufstätig gewesen sind. Nebenbei, noch den Haushalt und sich gleichzeitig um mich gekümmert haben. Gesundheitlich hatte ich schon immer zu kämpfen, immer wieder Arzt und Spital besuche. Nebenbei wurde ich immer wieder Ausgenutzt, Verarscht und schlecht gemacht, die ‚falschen‘ Freunde haben mich begleitet. Was mich dann etwas vereinsamen liess und ich mich immer mehr mit Computer befasste, mich immer mehr im elterlichen Betrieb aufhielt. Mich aber auch zurückgezogen habe. Selten wurde ich akzeptiert, in ein Spiel einbezogen, ‚Bummäru‘ durfte ich hin und wieder mal mit machen oder am ‚Spagettiplausch‘ dabei sein. Nur vermehrt verbrachte ich die Freizeit mit meinen Eltern oder mir selber. 


Später als ich aus der Schule kam, mich dann langsam ans Berufsleben traute. Die ‚Sicherheit‘ im Hintergrund allmählich verschwand, ich für mich selbst verantwortlich werden soll. Immer wieder mit dem Töff unterwegs war, eine Tour mit dem Auto mache und dabei in miese Gesellschaft kam. Schlecht ‚Freunde‘ kennenlernte und mich immer erneut einschüchtern lies. Einfach die nächsten Jahre in Unwohlsein und Angst - Angst die immer stärker wurde - verbrachte. Schlechte Erfahrungen - Erfahrungen, die ich immer noch schwer bereue - die mich nach zehn Jahre später immer noch total belasten. Da mir, damals der Mut gefehlt hat, mich gegen die Situation zu stellen. Einfach das Gefühl, dass man Wochen, Monate, einfach Jahre mit sich herumträgt zu beenden. Obwohl man immer wieder mit positiv gemeinten Ratschlägen ermuntert wird sein Leben anders zu gestalten. Stellt man sich Quer und lässt sich von den miesen Gefühlen leiten. Versuch mal für sich das beste zu machen und ein Vergleich zu erstellen. Ein vergleich von Positiv und Negativ, der die weitere Richtung bestimmen sollte. Jedoch mit sich selbst so im Zweifel ist, was ist nun Richtig. Jetzt ist die Entscheidung weder auf einer, noch auf der andern Seite. Man fühlt sich total alleine, einfach nur ich. Der Kontakt auf beiden Seiten bricht abrupt ab. Auf einer Seite meine Eltern die immer für mich da sind, andererseits die ‚schlechten‘ Kontakte. Keiner ist mehr da, einfach nur eine Einsamkeit, Schuldgefühle und das Vertrauen in sich selbst verschwindet.


Jeder und alles ist einfach nur mies.


Ach lasst mich einfach in Ruhe, jeder soll machen was er will. 


Verzweiflung, die sich immer mehr ausbreitet!


Selbstvertrauen das immer mehr schrumpft!


Perspektiven, die immer mehr verschwommen, ersichtlich sind!


Unwohlsein, das sich immer mehr bemerkbar macht!


Einfach keine Aussicht auf eine Zukunft.


Wer ist da?


Was ist das Richtige?


Was ist mein Sinn im Leben?


Warum immer ich?


Mach ich überhaupt etwas Richtig?


Man sitzt mit verschränkten Beinen, den Kopf geneigt und mit den Händen ‚aufgefangen‘ in einer Lichtung und weiss nicht was man Machen soll. Tränen die sich den weg nach unten bahnen. Ein Geräusch, das mich wieder in die Realität bringt, gleichzeitig bemerke ich das es allmählich Dunkel wird. Ach was, Egal! Unter einem Baum, der mit dichteren Ästen etwas Schutz bietet, werde ich die Nacht verbringen. Ohne viel schlaf jedoch immer wieder aufschrecken, wenn wieder ein Geräusch zu vernehmen ist. Immer wieder schau ich auf die Uhr, jedoch die Zeiger wollen sich einfach nicht bewegen. Nick ich vor Übermüdung ein und werde gleichzeitig wieder hell wach. Da sich wieder etwas bewegt hat. Das ganze zieht sich die ganze nacht durch.


Immer mehr werden die Bilder: von Sicherheit, einem warmen Bett, Liebe, Geborgenheit und Vertrauen an sich selbst sind verschwommen auszumachen und zerplatzen in einer Wolke… 


Wieder bricht man in tränen aus, zuckt beim kleinsten Geräusch zusammen…


Ab und zu sieht man einem Licht nach, das sich auf der andern Seite auf der Strasse bewegt…


Wieder stellen sich Gedanken in den Vordergrund…


Weiter unten wird das Dorf langsam wach!


Lichter, die bei Einzelnen Fenstern zu sehen sind…


Immer noch nicht ist es für mich möglich, mich auf den Rückweg zu machen…


Weiterhin, bin ich in meiner Position gefangen…


Mir wird langsam bewusst, dass ich mich bei meinen Eltern entschuldigen muss…


mittlerweile fängt auch für mich der Tag an, noch etwas fragwürdige Sicht, jedoch Umrisse sind erkennbar. Mit Vorsicht und langsam taste ich mich Baum für Baum vor. Oh, halt, hier gehts runter. Besser ich warte noch etwas, somit setze ich mich auf ein Stück Stein und versuche positives zu denken. Ein erzwungenes Lächeln zeichnet sich ab. Selbst versuche ich einige Gute Punkte an mir zu finden. Was immer wieder durch negative Gedanken zerrissen wird. Die Nacht, die Nächte im Wald bringt mir die Realität näher. Mittlerweile ist es Tag geworden, ich kann wieder alles klar sehen und mich ungehindert auf den Weg ins Tal machen. Am Rand der Lonza mal etwas Flüssiges zu sich nehmen und den Kopf mit Wasser abspülen. Bevor ich mich auf den Weg in Dorf mache. 


Später habe ich alles abgebrochen bis auf einzelne Kontakte. Nach dem Wechsel in einen Andern Kanton, andern Ort konnte ich wieder einer Positiven Perspektive entgegensehen. Etwas schleppend aber in einem gutem Weg, mache ich interessante Bekanntschaften. Allmählich stabilisiert sich mein Leben wieder. Medizinisch finde ich nach einer kurzen Zeit einen vertrauensvollen Arzt, verständnisvolle Unterstützung der Ämter und Einzelnen Personen. Nach einigen Monaten konnte ich wieder mein Lächeln vermehrt zeigen. Durch eine schwere Zeit, die mit vergangenem zu tun hat, wurde mir einiges bewusst und ich fand / finde den Mut dagegen anzugehen. Auf einem sicherlich noch anstrengendem Weg, lässt sich einiges. Heute kann ich wieder auf eine Positive Zukunft sehen.